G wie Gleichbehandlungsgrundsatz

G wie Gleichbehandlungsgrundsatz

Der Gleichbehandlungsgrundsatz ist auch unter dem Begriff „Equal Treatment“ bekannt und besagt, dass Zeitarbeitnehmer im Einsatzunternehmen dem Stammpersonal gleichgestellt sein müssen. Das Ziel von Equal Treatment ist es, Zeitarbeitnehmern die gleichen Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu sichern. Die Vergleichsgrundlage dabei bilden Tätigkeit und Betriebszugehörigkeit der Stammmitarbeiter.

Abweichungen durch Einsatz eines Tarifvertrages

Durch den Einsatz eines Tarifvertrages der Zeitarbeit besteht die Möglichkeit, Equal Treatment auszusetzen und stattdessen die tariflichen Konditionen anzuwenden. Diese sehen für viele Branchen spezielle Zuschläge vor, die mit der Einsatzdauer steigen und die Entlohnung dadurch an die Vergütungsstruktur des Einsatzunternehmens angleichen (sog. Branchenzuschläge ). In Einsatzbereichen, in denen keine branchenspezifischen Zuschläge gezahlt werden, greift nach 9 Monaten Equal Pay , was einer gleichen Entlohnung von Stammpersonal und Zeitarbeitnehmern entspricht.

Eine „Rückausnahme“ stellt die sog. „Drehtürklausel“ dar. Diese regelt, dass volles Equal Treatment anzuwenden ist, wenn ein Zeitarbeitnehmer an einen Auftraggeber überlassen wird, bei dem er innerhalb von 6 Monaten vor Überlassungsbeginn direkt angestellt war. Eine Abweichung durch Tarifvertrag ist in diesem Fall nicht möglich.

Worauf müssen Einsatzunternehmen achten?

Falls vorhanden: Ermöglichung des Zugangs zu Gemeinschaftseinrichtungen wie Kantine, Kinderbetreuungseinrichtungen und betriebseigene Beförderungsmittel.
Gegenüber dem Zeitarbeitnehmer sind Einsatzunternehmen verpflichtet, diesen über offene Stellen im Unternehmen zu informieren, um ihm eine Möglichkeit zur Übernahme aufzuzeigen.

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